In der ermländischen Hauptstadt Allenstein habe ich ein pädagogisches Studium absolviert und mit viel Leidenschaft als Kunstlehrer in einer Großstadtschule gearbeitet. Ich betreute auch die Studienabgänger bei ihren praktischen Schritten im Kunstunterricht.

Mein Abenteuer „Kunst“ begann angeblich, bevor ich laufen konnte. In jedem Sandhäufchen fand meine kindliche Fantasie irgendeine interessante Form und diese wollte ich lieber nachbauen, als mit dem Sand um mich zu werfen. Kunstwerke aus Kartoffelpüree werde ich hier, aus Gründen der Ernsthaftigkeit, nicht mehr beschreiben. Form und Beschaffenheit der nächsten Umgebung standen also schon lange im Mittelpunkt meiner Interessen.

Ja, die Formen… Bis heute empfehle ich, Kinder auf ihre Umgebung und Zusammenhänge von Strukturen, Linien und Farben aufmerksam zu machen. Das Spielen soll sich nicht nur auf „das Sternchenklötzchen in das Sternchenlöchlein“ begrenzen, was auf jeden Fall auch sinnvoll ist und viel Spaß macht. Die Natur bietet der menschlichen Fantasie eine unbegrenzte Spielwiese. Übrigens, ich empfehle Kindern und Erwachsenen, die Natur mit dem Finger nachzuzeichnen. Dabei lernt das Gehirn Formen zu erkennen und der Körper lernt die Bewegungen, um diese Formen wiederzugeben. Wenn Sie also jemals eine Person sehen, die mit dem Finger vor sich hin wedelt, ist sie mit Sicherheit nicht bekloppt, sondern befindet sich gerade in einer wichtigen Lernphase.

In der Schule hatte ich eine wunderbare Kunstlehrerin, die meine Interessenwelt erkannte und mich darin führte und später freibewegen ließ.

Viele Jahre meines Lebens widmete ich dem Zeichnen, bei dem es auf alle möglichen Aspekte der Perspektive und Dreidimensionalität ankommt.
Es ist wichtig, die Perspektive zu verstehen. Der optischen Auswirkung der Fluchtperspektive sind wir in unserer räumlichen Welt immer ausgesetzt. Und obwohl sie eigentlich selbstverständlich ist, kann ihre Komplexität verwirrend sein. Zugegeben, auch ich werde manchmal zum intensiveren Nachdenken gezwungen. Ich freue mich immer wieder, wenn ich jemanden auf eine perspektivische Reise mitnehmen kann.

Mit der Entwicklung der Computerwelt, die ich seit Ende der 80er aktiv beobachte und deren Vorteile nutze, kam auch die Computergrafik auf meinen Arbeitstisch bzw. Bildschirm. Viele Jahre befasste ich mich mit Illustrationen, auch im technischen Bereich.

Die digitale Kunst ist außergewöhnlich und fast grenzenlos. Der Umgang mit echten Farben, Pinsel, Wasser, Bleistift und Papier war und bleibt jedoch unübertroffen.

Aquarellmalerei ist für mich die interessanteste und gleichzeitig anspruchsvollste Maltechnik. Aquarellfarbe entwickelt auf dem Papier ihr eigenes, sehr dynamisches Leben. Sie überrascht und zwingt den Maler spontan zu werden, egal wie gut er das Bild geplant hat. Ich lerne bei jedem Bild etwas dazu.
Auf der anderen Seite liebe ich Pastellkreiden. Auch sie verhalten sich auf ihre Weise spontan und überraschend, obwohl sie ganz anders in der Beschaffenheit sind.

Neben dem Malen und Zeichnen bin ich auch gerne als Fotograf unterwegs. Die Fotografie erweitert meine Weltbetrachtung. Ich nutze sie auch als Motivfänger für meine Bilder und Zeichnungen. Beim Fotografieren schulen wir unser Auge, einen ganz bestimmten Bildausschnitt auszuwählen und bekommen so ein Gefühl für die richtige Komposition.



Meine Leidenschaften: Ich male, zeichne, fotografiere, schreibe eigene Texte und Musik und liebe die Natur.